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Organspende?

Christlich-ethische Entscheidungshilfen
96 Seiten, Taschenbuch
12 x 18,6 cm
Erscheinungsdatum: 01.03.2019
Bestell-Nr.: 114345
ISBN: 978-3-7655-4345-6
EAN: 9783765543456
1. Auflage

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Organspende - ein kontrovers diskutiertes Thema. Und jeder ist persönlich herausgefordert, sich zu entscheiden, ob er der Organentnahme zustimmen oder widersprechen soll.
+ Soll die Organspende eine Bürgerpflicht sein?
+ Ist Organspende nicht auch ein Gebot der Nächstenliebe?
+ Wann ist der Mensch tot und wie greift die Organentnahme in den Prozess des Abschiednehmens von einem Angehörigen ein?
Christoph Raedel informiert knapp, aber fundiert über Voraussetzungen und Ablauf der Organtransplantation, vergleicht gesetzliche Regelungen, erläutert die verschiedenen Positionen zum Hirntodkriterium und gibt Kriterien an die Hand, um zu einer eigenen begründeten Entscheidung zu gelangen.

Leserstimme:
Christoph Raedel, Professor für Systematische Theologie an der FTH Gießen, hat ein schlankes, verhältnismäßig leicht und gerade auch für medizinische Laien verständlich geschriebenes Büchlein zum derzeit in Deutschland wieder aktuellen ethischen Konflikt um die Pflicht zur Organspende vorgelegt. Die ersten etwa 50 Seiten bieten eine relativ knappe Darstellung der Sachverhalte, in der trotzdem die wesentlichen Informationen und Argumente in der Debatte (auch im Blick auf die Frage, ob eine Widerspruchs- oder Zustimmungs- bzw. Informationslösung geboten sei) unvoreingenommen vorgestellt werden. Aus meiner Sicht wirklich originell ist das letzte, etwa 25 Seiten umfassende Kapitel, das eine theologische Bewertung der wichtigen Fragen und zuletzt auch eine persönliche Stellungnahme vornimmt. Ich habe als Christ gerade diesen letzten Teil mit großem Gewinn gelesen und finde ihn angesichts des zunehmenden Drucks, der auf alle „Beteiligten“ ausgeübt wird, ausgesprochen behutsam und entlastend: Eine in jedem Fall „richtige“ Entscheidung kann es in solchen Konflikten nicht geben, und trotzdem dürfen wir - im Wissen um Vergebung - Schritte in die eine oder andere Richtung gehen. Die vorsichtig formulierte, persönliche Präferenz des Autors für eine Widerspruchslösung kann ich sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich selbst in diesem Detail anderer Meinung bin, genauso wie in der Frage, ob der Hirntod tatsächlich als Kriterium für den Eintritt des Todes gelten kann - oder ob nicht, wofür vieles spricht, Hirntote schlichtweg Sterbende sind und die Todeserklärung lediglich gesellschaftlich und medizinisch geforderte Konvention ist.
Das einzige, was ich in der Darstellung vermisse, ist ein kurzer Hinweis, wie selten das Ereignis eines isolierten Hirntods und die Möglichkeit einer Organspende de facto sind: Weit weniger als 1% der Sterbefälle sind davon betroffen - diese Zahl relativiert doch einiges an dieser aufgeregten Debatte. Trotzdem sollte sich jede/r nicht nur eine persönliche Meinung zum Thema bilden und sich dabei mit der eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen, sondern sich auch informiert entscheiden, und hierzu bietet das Buch Christoph Raedels aus christlich-theologischer Sicht eine vorzügliche Hilfe an.

Prof. Dr. Daniel Schäfer, Universität Köln

Organspende?

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